Anmeldung

Programm

Workshops am Freitag, 13.11.2026, 14:00 - 17:00

  • #1 Symptomatologie und Diagnostik von Störungen des Nervengleitlagers am Beispiel des „Thoracic outlet Syndroms“, insbesondere bei „Double crush“-Problematiken der oberen Extremität - Dr. med. Norbert Dehoust

    Es werden nach der theoretischen Einführung neurodynamische Testtechniken beübt und Hinweise für therapeutische Anwendungen erarbeitet

  • #2 Concussion - osteopathische und sportmedizinische Aspekte - Hands on - Dr. med. Jan Schilling, D.O. DAAO®, Dr. med. Reinhard Waldmann, D.O. DAAO®


  • #3 EMG-Biofeedback in der Neurorehabilitation - Dr. med. Hans-Joachim Kirlum, D.O. DAAO®,Ralf Nickel

    Patientinnen und Patienten nach Apoplex oder mit infantiler Cerebralparese sind häufig nicht in der Lage, die erforderliche Muskulatur gezielt anzusteuern. Elektromyographische Untersuchungen zeigen, dass neben einer reduzierten Signalstärke insbesondere die differenzierte Aktivierung antagonistisch wirkender Muskelgruppen eingeschränkt ist.

    Mittels Oberflächen-EMG (sEMG) machen wir den Patientinnen und Patienten ihre muskuläre Ansteuerung sichtbar und ermöglichen ihnen damit diese Ansteuerung gezielt zu verbessern. Auf dieser Grundlage können sie lernen, betroffene Muskelgruppen willkürlich zu aktivieren und funktionell zu nutzen. In der Folge können diese Bewegungsmuster im Rahmen der weiteren therapeutischen Maßnahmen besser trainiert und in die Motorik implementiert werden.


  • #4 Neuraltherapie - Nicolás Stamer, D.O. DAAO®


  • #5 Palpation im Tensegrity-Modell: craniale, viszerale, parietale Ebene gemeinsam erfassen - Dr. med. Stefan Giesswein, D.O. DAAO®

    Was palpieren wir eigentlich? Wie kommen wir von unserem Palpationseindruck zur Diagnose und Therapie? Der Workshop führt in die Grundzüge einer tensegralen Konzeption ein. Gibt es überha8upt eine craniale, viszerale, parietale Ebene als eigenständige Entität? Wie kann ich palpatorisch und konzeptionell Gesamtheit erfassen?

  • #6 Der tanzmedizinische Blick in der Praxis: Tanzstilbezogene Verletzungsmuster in der Praxis verstehen und diskutieren - Dr. med. Anna Breuer, D.O. DAAO®, Dr. med. Cindy Keller

    Wir werden aktiv und versuchen anhand beispielhafter, einfacher Tanztechniken anatomische Anpassungen zu verstehen, beziehungsweise daraus typische Kompensationsmuster von Tanzenden erkennen zu können. 

    Dieser Einblick soll das Verständnis für Tanzbewegungen und auftretende Verletzungsmustern verbessern.  Darüber hinaus wollen wir gemeinsam Behandlungsansätze diskutieren und sinnvolle Eigenübungsprogramme zur Verletzungsprävention erarbeiten.  


  • #7 Neurologische Untersuchung für Nichtneurologen - 75 Minuten - 14:00 - 15:45 - Viola Look, D.O. DAAO®

    Zielgerichtet neurologisch untersuchen von pragmatisch-kurz bis umfassend und detailliert. Mit reichlich praktischen Übungen, bitte Reflexhammer mitbringen, falls vorhanden. 

  • #8 Neurologische Untersuchung für Nichtneurologen - 75 Minuten - 15:45 - 17:00 - Viola Look, D.O. DAAO®

    Zielgerichtet neurologisch untersuchen von pragmatisch-kurz bis umfassend und detailliert. Mit reichlich praktischen Übungen, bitte Reflexhammer mitbringen, falls vorhanden. 


Vorträge am Samstag, 14.11.2026


Sektion 1 - Neurologische Grundlagen

  • 9:00- 9:15 Begrüßung

    Dr. med. Petra Kramme, D.O. DAAO®

    Dr. med. Hans-Joachim Kirlum, D.O. DAAO®

    Dr. med. Rolf Pesch, D.O. DAAO®

  • 9:15 - 10:15 Glymphatisches System – Prof. Dr. med. Timm Filler

    Der Vortrag erläutert die Funktionsweise des glymphatischen Systems und dessen Bedeutung für die osteopathische Behandlung. Während klassische Konzepte wie der „primäre respiratorische Mechanismus“ kritisch hinterfragt werden, rücken physiologische Pulsationen durch Herzschlag, Atmung und Schlaf als reale Motoren der „Hirngewebswäsche" in den Fokus. Die myodurale Brücke im Bereich der subokzipitalen Muskulatur wird als mechanisches Bindeglied vorgestellt, das den Liquorfluss direkt beeinflussen kann. Die aus den Konzepten ableitbaren therapeutischen Ansätze (z.B. die Optimierung der Atemmechanik, die Mobilisation des kraniozervikalen Übergangs, die Förderung des lymphatischen Abflusses) werden daraufhin analysiert. Die Belege für die Wirksamkeit osteopathischer Techniken, z.B. zur Regulierung des intrakraniellen Drucks oder zur Entsorgung von „Stoffwechselabfällen“ aus dem Gehirn, werden dabei in Beziehung gesetzt und beleuchtet, inwieweit aktuelle anatomische Forschung eine fundierte Basis für manuelle Interventionen zur Unterstützung der zerebralen Gesundheit liefert.



  • 10:15 - 11:00 Die embryologische Entwicklung der Kopfregion, Schlundbögen und deren Nerven, insbesondere des N. trigeminus – Dr. med. Volker Rings

    Aus der Darstellung der embryologischen Entwicklung werden ontogenetische Zusammenhänge deutlich, die für die spätere Entwicklung in der diagnostischen Betrachtung von höchster Priorität sind. Diese komplexen Zusammenhänge sind auch für die Entstehung von funktionellen Störungen (somatische Dysfunktionen) mitverantwortlich und daher für die Betrachtung des Patienten unersetzlich. Speziell wird in dem Vortrag auch auf die Entwicklung und Vernetzung des N. trigeminus eingegangen. 

  • 11:30 - 12:15 Neurobiologie von Wahrnehmung und Berührung: Placebo, Reassurance und Predictive Coding in der Osteopathie - Dr. med. Andreas Kohl, MSc. D.Ä.O. D.O.M.P., Astrid Bamberg, M.Sc. D.O.M. D.O.M.P.

    Der Vortrag erläutert die neurobiologischen Grundlagen von Reassurance- und Placeboeffekten in der Osteopathie. 

    Dabei wird im Rahmen von Predictive Coding und Active Inference gezeigt, wie fehlgewichtete Erwartungen (Priors) im Zusammenspiel mit eingehenden Körpersignalen die zentrale Verarbeitung steuern und über wiederholtes sensorisches Feedback fortlaufend „geupdatet“ werden. 

    Ein Schwerpunkt liegt auf der Rolle neurochemischer Systeme: Placebo- und Kontextwirkungen modulieren dopaminerge Belohnungsnetzwerke und endogene Opioidsysteme, die über absteigende Bahnen das Neurogating interozeptiver und nozizeptiver Signale beeinflussen und damit die Präzision bedrohlicher Prediction Errors verändern. 

    Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, wie osteopathische manuelle Techniken und kognitive Reassurance gemeinsam auf den prädiktiven und neurochemisch vermittelten Verarbeitungsprozesse einwirken, um die Bewertung von Körpersignalen zu normalisieren und die Handlungsfähigkeit (Agency) der Patient*Innen zu stärken. 


  • 12:15 - 13:00 The Role of OMT in Neurodegenerative Disease - Dr. (US) Leah Frank

    This lecture will provide a review of clinical research regarding the role of OMT in neurodegenerative disease. We will explore which elements of osteopathic treatment appear to be most relevant in affecting these disease processes and how we can integrate these ideas into our clinical practice.

Sektion 2 - Osteopathie & PAM (Performing Artists Medicine)

  • 14:30 - 15:15 Fokale Dystonie in der Musik(er)medizin - PD Dr. med. Gabriele Rotter, MSc,

    Fokale Dystonie als neurologische Erkrankung im Vordergrund (Ätiologie, Prävalenz, Symptome, Bedeutung hinsichtlich Berufsfähigkeit, Therapie) und ganz am Rande etwas zur Musikermedizin und anderen häufigen Erkrankungen der Musiker erzähle (Muskulokeletale Erkrankungen sind am häufigsten, danach Auftrittsängste)

  • 15:15 - 15:45 Der tanzmedizinische Blick: Herausforderungen im Umgang mit Tanzenden - Dr. med. Anna Breuer, D.O. DAAO®, Dr. med. Cindy Keller

    Tanz vereinigt Kunst und Sport. Was für den Betrachter leicht und mühelos schwebend aussieht, verlangt vom Tänzer körperliche und mentale Hochleistung. 

    Tänzer sind seltene Patienten sowohl in orthopädischen wie auch osteopathischen Praxen. Wegen der Hypermobilität und von außen nicht sichtbarer Bewegungseinschränkung besteht die Gefahr, dass der Leidensdruck des Tänzers und somit der Therapiebedarf unterschätzt wird.

    Dabei eignen sich gerade osteopathische Techniken hervorragend zur Behandlung von Tänzern, da deren Verletzungen fast immer funktioneller Art sind. 

    Der Vortrag beleuchtet den Tänzer in seinem Berufsumfeld und gibt einen kurzen Überblick zu häufigen Verletzungen, sowie anatomischen Besonderheiten und leitet daraus Vorteile und Grenzen der osteopathischen Behandlungsweise in der Betreuung Tanzender ab. 


  • 16:15 - 17:00 Die Auswirkung der Gitarrenhaltung auf Feinmotorik, Schnelligkeit und klangliche Performance – Entwicklung, Problematik, Ansätze - Takeo Sato

    Was sind die spezifischen Anforderungen an den Musiker*innenkörper und wie gehen wir mit den Folgen um? Wo kann man ansetzten, wenn es zu Problemen kommt. Takeo Sato, international aktiver Konzertgitarrist und Dozent an der Stella Privathochschule für Musik Vorarlberg sowie am Leopold Mozart College of Music der Universität Augsburg, gibt Einblicke in die Welt rund um die Gitarrenhaltung.


    Curriculum Vitae 

    Takeo Sato, regelmäßig zu Gast als Solist und Dozent bei Musikfestivals und Konzertreihen in Europa und Asien, ist Preisträger zahlreicher nationaler und internationaler Wettbewerbe sowie des Sonderpreises des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft des Saarlandes. Sein Studium absolvierte er an den Musikhochschulen Saarbrücken, Augsburg und Den Haag. Takeo Sato doziert das künstlerische Fach Gitarre an der Stella Vorarlberg Privathochschule für Musik sowie am Leopold College of Music der Uni Augsburg und kuratiert das Internationale Gitarrenfestival Augsburg sowie die Münchner Gitarrenkonzerte in Pasing.



Vorträge am Sonntag, 15.11.2026

Sektion 3 - Osteopathie und Rehabilitation

  • 9:00 - 9:45 EMG-Biofeedback in der Neurorehabilitation und aus osteopathischer Sicht – Dr. med. Hans-Joachim Kirlum, D.O. DAAO®

    Patientinnen und Patienten nach Apoplex oder mit infantiler Cerebralparese sind häufig nicht in der Lage, die erforderliche Muskulatur gezielt anzusteuern. Elektromyographische Untersuchungen zeigen, dass neben einer reduzierten Signalstärke insbesondere die differenzierte Aktivierung antagonistisch wirkender Muskelgruppen eingeschränkt ist.

    Mittels Oberflächen-EMG (sEMG) machen wir den Patientinnen und Patienten ihre muskuläre Ansteuerung sichtbar und ermöglichen ihnen damit diese Ansteuerung gezielt zu verbessern. Auf dieser Grundlage können sie lernen, betroffene Muskelgruppen willkürlich zu aktivieren und funktionell zu nutzen. In der Folge können diese Bewegungsmuster im Rahmen der weiteren therapeutischen Maßnahmen besser trainiert und in die Motorik implementiert werden.

    Im Vortag möchte ich Ihnen, neben den physiologischen Grundlagen, meine Erfahrungen in der Neurorehabilitation und in der osteopathischen Praxis darstellen. 


  • 9:45 - 10:30 Spastische Bewegungsstörungen: Pathophysiologische Konzepte und therapeutische Optionen – Prof. Dr. med. Steffen Berweck

    Spastizität als Phänomen ist lange bekannt und gut definiert. Spastische Bewegungsstörungen haben als Ursache neurologische und Bewegungsapparat bezogene Anteile. Aus deren Kenntnis lassen sich die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten ableiten. Auf Grund der Komplexität ist das Zusammenwirken verschiedener Interventionen (und Behandler) in einem interdisziplinär abgestimmten Konzept erforderlich, um gute Behandlungsergebnisse zu erzielen. Der Vortrag gibt einen Überblick und berücksichtigt dabei auch die frühe Intervention bei Kindern.

  • 11:00 - 11:45 Concussion im Profisport: aktuelle Standards in Diagnostik und Therapie – Dr. med. Jan Schilling, D.O. DAAO®, Dr. med. Reinhard Waldmann, D.O. DAAO®


  • 11:45 - 12:00 Fall 1: Normaldruckhydrocephalus - Dr. med. Manuela Kliewe, D.O. DAAO®

    Ein häufig übersehenes Krankheitsbild

    Diagnose und Behandlungsansätze

  • 12:00 - 12:15 Fall 2: Gamechanger Osteopathie: Fallbeispiel einer Patientin mit postpartaler Fazialisparese -Dr. med. Jutta Heinz, D.O. DAAO®

    Das Fallbeispiel beschreibt den Behandlungsverlauf einer Patientin 4,5 Monate nach Geburt und postpartalem Auftreten einer Fazialisparese rechts sowie bisher fehlendem schulmedizinischen Therapieansprechen. Weiterhin soll auf ein neues didaktisches und therapeutusches Modell der funktionellen Suturenbögen eingegangen und die histologischen und radiologischen Hintergründe beleuchtet werden.

  • 12:15 - 12:30 Fall 3: Zustand nach Polio-Infektion mit Befall der Motoneurone - Dr. med. Rosemarie Hofem, D.O. DAAO®

    Patienten, die zu unserer Weiterentwicklung und -bildung beitragen bleiben uns in Erinnerung. Gerne möchte ich mit Euch teilen, was ich mit dieser Patientin gelernt habe, welche damals für mich neuen Schritte ich gegangen bin und welche Entwicklung die Patientin und ich genommen haben.

Bewegungsangebote während des Kongresses

Samstag und Sonntag:


7:30 - 8:00 Qigong - Ba Duan Jin - mit Dr. Eckhard Weber
4 Übungen aus dem Qigong Yangsheng n. Jiao Guorui 
 


11:00 - 11:30 rsp.15:45 - 16:15 Aktive Kaffeepause mit Dr. Eckhard Weber
Dao Yin - Dehnen und Leiten


A N M E L D U N G  

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Anmeldefrist: bis 04.11.2026



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Programmheft

Wissenschaftliche Leitung

Dr. med. Petra Kramme, D.O. DAAO®